Die Zeitschrift für Visuelle Jurisprudenz – ZVJ- beschäftigt sich mit grundlegenden Fragen und wichtigen Aspekten zur Visualisierung des gesamten Rechts. Sie ist eine junge Disziplin.

https://diglib.hab.de/mss/3-1-aug-2f/start.htm?image=00087
https://diglib.hab.de/mss/3-1-aug-2f/start.htm?image=00087

Es ist wissenschaftlich nicht mehr umstritten, welche Teilbereiche der VISUELLEN JURISPRUDENZ zugeordnet werden. Dabei soll sich neben dem Zivilrecht, dem Strafrecht und dem Öffentlichen Recht die VISUELLE JURISPRUDENZ als neue (Teil-)Disziplin in der Rechtswissenschaft etablieren und zu einem „Visualized Turn“ in der Jurisprudenz maßgeblich beitragen.

Die Rechtswissenschaft hinkt mit den neuen Anforderungen, die sich aus der Mitte der Gesellschaft gebildet haben, weit zurück. Der Begriff „Multisensorisches Recht“ ist derzeit als alternativer „Überbegriff“ in der Diskussion. Jedoch wird unter diesem Begriff nahezu jede Art des „sensorischen Miteinanders und des Austausches“ in der Gesellschaft implementiert. Ob es sich um ein „rechtliches sensorisches Miteinander“ handelt bleibt offen und wird gerade ausgiebig diskutiert. Lediglich die Begrifflichkeit(en) ist (sind) m.E. noch umstritten, denn Sie führt möglicherweise zu einer „ausufernden Verwässerung“ und zu einer fehlgehenden Standardisierung. Darum bevorzuge ich eher den Terminus „Visuelle Jurisprudenz“ als allumfassenden Oberbegriff. Zu weit geht m.E. jedoch manche Kritik, die dem „Multisensorischen Recht wohl jegliche Existenzberechtigung abspricht und lediglich „esotherischen Charakter“ zubilligt. Um auch dieser Diskussion Raum zu geben, müssen auch die Teilbereiche des Multisensorial Law, wie exemplarisch „Tactile-Kinesthetic Law“ und „Auditory Law“ neben der Rechtsvisualisierung im engeren Sinne, dem Audio-Visual Law und den hier nicht genannten, zunächst unter die Disziplin „VISUELLE JURISPRUDENZ“  subsumiert werden. Es sei angemerkt, dass sowohl national, als auch international, noch keine einheitlichen Standards entwickelt wurden, jedoch sicherlich an diesen -auch durch den Unterzeichner- derzeit gearbeitet wird.

Diese Plattform soll der Gruppe der nationalen und internationalen Rechtsvisualisten (oder doch Rechtsvisualistiker?) eine weitere Option zum Austausch und zu neuen Denkanstößen geben. Eine verlagsunabhängige Blog (m/w/n) und Plattform zu diesem Themenbereich gab es im deutschsprachigen Raum m.E. bisher nicht. Viele Experten (m/w) bedienen sich bisher notgedrungenerweise der rechtshistorischen, rechtssoziologischen und multimedialen Plattformen und Printmöglichkeiten.

Die Seiten der ZVJ, der Zeitschrift für Visuelle Jurisprudenz, soll die Lücke schließen und in Ergänzung zu den teils kommerziellen Foren und Blogs zur Etablierung der „Visuellen Jurisprudenz“ oder auch des „Multisensorial Legal Design“ als neue Fachdisziplin im Verbund der Rechtswissenschaft(en) beitragen. Die Aufsätze werden zunächst im Jahresrhythmus erscheinen. Ergänzend zu den Aufsätzen und Gastbeiträgen werden in der sich etablierten und üblichen Blogform Neuigkeiten und kleinere Artikel, die zum Thema „Visuelle Jurisprudenz“ (und teilweise darüber hinaus) von Relevanz und Interesse sind oder sein könnten, angeboten.
Eine rege fachdisziplinübergreifende Beteiligung (exempl. von Juristen bis zu Designern) aber auch jegliches Feedback zur Thematik wird begrüßt. Selbstverständlich sind auch englischsprachige Artikel und Beiträge Herzlich Willkommen.

6 Replies to “VISUELLE JURISPRUDENZ”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.